Langsam gegarter Wildschweinbraten mit Steinpilzen und Madeira

Früher war der Sonntagsbraten heilig, aber die Zeiten haben sich geändert und manchmal hat man das Gefühl, dass Fastfood selbst am Sonntag weit verbreitet ist.

Mit der ganzen Familie sonntags um den Mittagstisch zu sitzen, ist ein besonders gemütliches Erlebnis, vor allem, wenn man dann noch einen Braten isst, der den ganzen Vormittag gegart hat und pünktlich zur Ankunft der Gäste aufgeschnitten wird. Das ist eine wunderbare Art und Weise, es sich miteinander gut gehen zu lassen.

 

Rezept für 4 Personen

600–800 g Roastbeef* (vom Wildschwein)

Speiseöl, z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl

2 EL Butter

3 Schalotten, gehackt

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

200 g Steinpilze, geputzt und zerteilt

6 Wacholderbeeren

4 Stängel Petersilie

2 Zimtstangen

200 ml Madeira

4 Pflaumentomaten, gehackt (oder 2 EL Tomatenpüree)

1 l Wasser

Speisestärke

1 Bund Salbei, grob gehackt

Salz und Pfeffer

Gekochte Kartoffeln und eingelegtes Gemüse als Beilage

(* Wahrscheinlich ein Übersetzungsfehler aus dem Schwedischen. Schwarzwildjäger Timo Börger empfiehlt Nuss oder Hüfte aus der Keule.)

Das Wildschwein-Fleisch von allen Seiten in etwas Öl in einem Bräter anbraten. Die Butter, die Zwiebeln, den Knoblauch, die Pilze, die Wacholderbeeren, die Petersilie und die Zimtstangen hinzufügen. Alles einige Minuten lang anschwitzen und dann mit dem Madeira, den Tomaten und dem Wasser auffüllen.

Zugedeckt 2–3 Stunden bei niedriger Temperatur schmoren. Ob das Fleisch gar ist, kann mit einer Fleischgabel getestet werden. Wenn sich das Fleisch löst, wenn man die eingestochene Gabel nach oben zieht, ist es gar. Bleibt es an der Gabel, ist es noch nicht gar. (Ein Tipp, wenn Du unsicher bist: Lass das Fleisch noch kurze Zeit weiterschmoren, wenn Du das Gefühl hast, es sei fertig.)

Den Braten aus dem Bräter nehmen. Den Bratensaft mit etwas Speisestärke binden und den gehackten Salbei hinzugeben.

Zusammen mit gekochten Kartoffeln und eingelegtem Gemüse servieren.

 

Anmerkungen

Dieses Rezept und der Begleittext sind dem Buch „Sauen: Das Wildschwein-Kochbuch“ von Frida Ernsth und Mikael Axell entnommen.  Ich habe mir nur erlaubt, beim Text vom „Sie“ zum „Du“ zu wechseln, da dies in den sozialen Medien des Internets und daher auch auf meinem Weblog die übliche Umgangsform ist. Weiterhin ersetzte ich im Text bei der Überschrift und dem Rezept „Schwein“ durch „Wildschwein“, um Missverständnisse bei den Lesern zu vermeiden, die übersehen, dass das Rezept aus einem Wildschwein-Kochbuch stammt.

Das Essen wurde von mir für ein Gastmahl mit Freunden zubereitet und begeistert aufgenommen.

Ich danke dem HEEL VERLAG für die Genehmigung zur Veröffentlichung. Der Verlagslink ist hier: http://www.heel-verlag.de/Sauen.htm

Meine Kochbuchrezension ist hier: https://krautjunker.com/2016/06/14/sauen-das-wildschwein-kochbuch/

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