Flinten von Verney-Carron

von Norbert Klups Das Unternehmen wurde 1820 vom Waffenhersteller Claude Verney (1800 bis 1870) gegründet. Als Claude Verney 1870 starb, übernahm sein ältester Sohn Jean zusammen mit seinen Brüdern das Unternehmen, woraufhin es zu Verney-Carron Frères umbenannt wurde. Als es dann an Jean‘s Sohn Claude überging, wurde es wieder in den alten Namen zurückgeführt. Zum Ende des…

Flintenkaliber

von Norbert Klups Die Kaliberangabe für Flinten stammt aus England und berechnet sich aus der Anzahl kalibergroßer Rundkugeln, die aus einem englischen Pfund Weichblei (453 Gramm) gegossen werden können. Bei 12 gleichgroßen Kugeln somit das Kaliber 12, bei 16 das Kaliber 16 usw. Geläufig sind die Kaliber 10, 12, 16, 20, 24, 28, 32 und…

Die Abzüge der Flinte

von Norbert Klups Nicht nur bei der Büchse, auch bei der Flinte hat der Abzug großen Einfluss auf den Jagderfolg. Ein guter Flintenabzug ist wichtig, um das Ziel auch sauber zu treffen. Wer von der Büchse her schon einen trocken stehenden Direktabzug mit geringem Abzugsgewicht gewohnt ist, weiß hervorragende Flintenabzüge zu schätzen. Ganz so leicht…

Die Entwicklungsgeschichte der Flinte

von Norbert Klups Der ursprüngliche Begriff „Flinte“ stammt vom Flintenschloss der Büchsen mit Steinschlosszündung und ist vom althochdeutschen Begriff „Flins“ für Steinsplitter hergeleitet. Steinschlosse wurden etwa zwischen 1620 und 1630 in Frankreich entwickelt und nutzten einen an einem Hahn befestigten Feuerstein zur Erzeugung von Funken. Der abschlagende Stein öffnete den Pfannendeckel der Batterie und entzündete…

Repetierer: Verschluss-Systeme

von Norbert Klups Herzstück jeder Repetierbüchse ist das System. Daher ist es kein Wunder, dass hier technisch die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen zu finden sind. Grundsätzlich sind diese Systeme in 3 große Gruppen einzuteilen, die sich aus der Handhabung ergeben:▶ Kammerverschluss-Repetierer,einschließlich Geradezug-Repetierer▶ Unterhebel-Repetierer▶ Vorderschaft-Repetierer Kammerverschluss-Repetierer Bei dieser Bauart wird der Verschluss über einen…

Die Geschichte des Repetierers (2/2)

von Norbert Klups Die Entwicklung in anderen LändernDer schweizerische Erfinder Johann Friederich Vetterli (1822-1882) ging ähnliche Wege wie die Gebrüder Mauser.Im amerikanischen Bürgerkrieg zeigte sich die Überlegenheit der Repetier-Gewehre über die Einzellader. Dies führte dazu, dass der Schweizer Bundesrat die Einführung eines solchen Gewehrs ins Auge fasste. 1869 wurde das Vetterli- Gewehr im Randfeuerkaliber 10,5…

Die Geschichte des Repetierers (1/2)

von Norbert Klups Jagdwaffen waren immer ein Produkt ihrer Zeit und des technischen Fortschrittes. Bis heute wurden sie stetig weiterentwickelt. Die ersten Handfeuerwaffen waren Luntenschloss-Büchsen und in ihrer Handhabung sehr umständlich. Das Zündpulver in der Pfanne wurde durch eine glimmende Lunte mit der Hand entzündet. Sehr oft mussten diese Waffen von 2 Männern bedient werden….

Einschießen des Drillings

von Norbert Klups Neulich auf dem Schießstand traf ich einen Jungjäger, den druckfrischen Jagdschein in der Tasche und im Futteral einen nagelneuen Drilling. 16er-Schrotläufe, einen Kugellauf für die 8 x 57 IRS, im rechten Schrotrohr einen Einstecklauf für die .22 Hornet – lauflang und von vorn verstellbar, versteht sich – und oben drauf thronte ein…

Doppelbüchse Blaser S 2

von Norbert Klups AufmachungDie S 2 von Blaser ist eine moderne, zeitgemäße Doppelbüchse mit zahlreichen Innovationen in Side-by-Side-Bauweise. Die Waffe kam 2002 auf den Markt. Der mattgrau eloxierte Leichtmetallkasten trägt in der Ausführung Luxus, wie unsere Testwaffe, eine geschmackvolle Arabeskengravur. Das im Blaser Q-Verfahren behandelte Laufbündel hat ein samtartiges, schwarzes Finish. Mit 50 Millimeter Breite…

Die Doppelbüchse: Side by Side oder aufgebockt?

von Norbert Klups Die erste Frage, die vor der Anschaffung einer Doppelbüchse geklärt werden muss, ist die Art der Bauweise. Soll es eine klassische Side by Side oder lieber eine moderne Bockbüchse mit übereinanderliegenden Läufen sein? Unsinnigkeit herrscht heute immer noch darüber, ob es Bockbüchse oder Bockdoppelbüchse heißt. Die Bezeichnung Bockdoppelbüchse hat sich eingebürgert und…

Die Entwicklungsgeschichte der Doppelbüchsen: Die Vorderladerzeit

von Norbert Klups Die Vorteile der Möglichkeit, einen schnellen zweiten Schuss abgeben zu können, wurden bei der Entwicklung der Jagdwaffen schon sehr früh erkannt. Bei der Leistung und Zielgenauigkeit der frühen Jagdbüchsen wurde das Wild selten mit nur einem Schuss zur Strecke gebracht.   DIE VORDERLADERZEIT Für den Büchsenmacher des 18. Jahrhunderts war die Forderung…

Ferlacher-Drillinge und -Vierlinge

von Norbert Klups Die Hochburg der Drillings-Entwicklung lag zweifellos im Suhler Raum, doch auch in der Waffenmetropole Ferlach wurden viele Drillinge gebaut. Meist als Einzelstücke nach Kundenwünschen, doch Franz Sodia ging auch in eine regelrechte Serienproduktion. Sodia-Drillinge und auch Bockdrillinge mit Blitz-System wurden in den 60er-Jahren von Frankonia-Jagd per Katalog verkauft. Besonders das Leichtmodell 590…