Spirit & Smoke: The Six Isles Voyager und die Arturo Fuente Cigars Hemingway-Serie

von Tim Wesly Hendrix

Willkommen zu meiner neuen Serie Spirit & Smoke. Was könnte auf einem Esskapismussblog besser passen als mit einem guten Glas und einer Zigarre der oft so irsinnigen Welt zu entkommen?

In dieser Reihe nehme ich Euch mit auf eine kleine Genuss Reise zu den legendären Destillerien der schottischen Inseln – dorthin, wo rauer Atlantik, salzige Seeluft und jahrhundertealte Tradition einzigartige Whiskys hervorbringen.

Jede Episode widmet sich einer besonderen Insel und ihren charaktervollen Single Malts. Von maritimen, salzigen Noten bis hin zu kraftvollem Torfrauch – wir entdecken die Vielfalt der Insel-Whiskys und zeigen, welche Zigarren ihre Aromen perfekt ergänzen.

Gemeinsam verkosten wir ausgewählte Abfüllungen, sprechen über Herkunft, Destillerie-Geschichten und die Kunst des Pairings: Welche Zigarre harmoniert mit rauchigem Whisky? Welche Aromen verstärken sich gegenseitig? Und wie entsteht das perfekte Zusammenspiel von Rauch, Süße, Würze und Holz?

Lehnt euch zurück, zündet eine Zigarre an, schenkt euch einen Dram ein – und begleitet mich auf eine Reise zu den Destillerien der schottischen Inseln.

Bildquelle: Tim Wesly Hendrix

Der The Six Isles Voyager ist ein sorgfältig komponierter Blended Malt Scotch Whisky aus der schottischen Inselregion, der Malts von sechs verschiedenen Inseln – Islay, Skye, Orkney, Mull, Arran und Jura – vereint. Ziel dieser Abfüllung ist es, die charakteristischen Merkmale der einzelnen Inseln in einem harmonischen und vielseitigen Whisky zusammenzuführen. Dabei treffen maritime Noten, leichte Raucharomen und florale Nuancen auf süße Malztöne und fruchtige Akzente.

Im Glas entfaltet der Voyager ein vielschichtiges Bouquet, das von Meersalz, maritimer Frische und Pfefferwürzegeprägt ist, ergänzt durch zarte Zitrus- und Apfelnoten. Am Gaumen verbinden sich Vanille, reiche Malznoten, sanfte Holznuancen und ein leichter Torfrauch zu einem ausgewogenen Geschmackserlebnis, das sowohl Süße als auch eine dezente salzige Würze bietet. Das lange, weiche Finish rundet den Whisky ab und hinterlässt einen bleibenden Eindruck der Vielfalt und des maritimen Charakters der Inseln.

Der The Six Isles Voyager eignet sich sowohl für Genießer, die einen zugänglichen Einstieg in die Insel-Whiskyssuchen, als auch für erfahrene Whisky-Liebhaber, die die komplexe Harmonie unterschiedlicher Insel-Stile entdecken möchten. Mit seiner Kombination aus Vielschichtigkeit, Eleganz und maritimen Noten ist er ein perfekter Whisky für entspannte Genussmomente allein oder in Kombination mit passenden Zigarren.

Interessant ist das allemal. Der Whisky eignet sich auch gut als Beiwerk. Ein Showstopper ist er aber nicht. Auch wenn ich gerne einmal die Bedeutung über den reinen Geschmack stelle, ist der Six Isles Voyagers nicht unbedingt ein solcher Fall. Ganz anders als seine Abendbegleitung heute.

Abb.: Ernest Hemingway unter Freunden mit Drinks und Zigarre.

Arturo Fuente Cigars ist eine der renommiertesten Zigarrenmarken der Welt und steht seit über einem Jahrhundert für Tradition, Handwerkskunst und Premiumqualität. Gegründet 1912 in der Dominikanischen Republik durch die Familie Fuente, hat sich das Unternehmen über vier Generationen zu einem internationalen Symbol für exklusive Zigarren entwickelt. Jede Zigarre wird von erfahrenen Torcedores handgerollt (Longfiller) und besteht aus sorgfältig ausgewählten Tabaken aus der Dominikanischen Republik, Nicaragua und teilweise Ecuador oder Sumatra, je nach Linie und gewünschtem Aromaprofil.

Das Sortiment von Arturo Fuente umfasst zahlreiche renommierte Serien wie Hemingway, OpusX, Chateau Fuente und Short Story, die alle für ihre ausgewogene Mischung aus Stärke, Geschmack und Rauchverhalten bekannt sind. Die Aromen reichen von nussigen und schokoladigen Noten über Honig- und Karamelltöne bis hin zu würzigen Kräutern, Holznuancen und feinem Kaffee, wodurch die Zigarren sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Aficionados ein vielschichtiges Geschmackserlebnis bieten.

Die Vielfalt der Formate – von Robusto, Toro, Churchill, Perfecto, Belicoso bis Gordo – erlaubt es, für jeden Anlass und jede Vorliebe die passende Zigarre zu wählen. Charakteristisch für alle Produkte ist der gleichmäßige Abbrand, dichter, cremiger Rauch und die Harmonie der Aromen, die das Markenzeichen von Arturo Fuente darstellen. Mit einer Kombination aus traditioneller Handwerkskunst, innovativen Ideen und einer konsequenten Qualitätskontrolle hat sich Arturo Fuente weltweit einen festen Platz als Premium-Zigarrenhersteller erarbeitet und gilt als Synonym für exklusive, nuancenreiche und elegante Zigarren.

Die Arturo Fuente Cigars Hemingway-Serie ist eine der bekanntesten und elegantesten Linien des renommierten dominikanischen Herstellers. Benannt nach dem berühmten Schriftsteller Ernest Hemingway, spiegelt die Serie Klassik, Handwerkskunst und zeitlose Eleganz wider. Das ist natürlich primär Marketing, aber ein wenig fühlt man sich dann doch wie Hemingway. Fuente weiss auf jeden Fall was er tut, denn auch heute noch rauche ich eine Zigarre aus dieser Serie, wenn mich wieder einmal das Fernweh in Ernests Welt zieht.

 Jede Zigarre wird von erfahrenen Torcedores handgerollt und besteht aus sorgfältig ausgewählten Tabaken aus der Dominikanischen Republik, die eine gleichmäßige Verbrennung und ein harmonisches Aromaprofil garantieren.

Die Serie zeichnet sich durch die charakteristische Perfecto-Form aus, bei der sich die Zigarre nach beiden Enden verjüngt. Dieses besondere Format ermöglicht eine variable Rauchintensität, die sich während der gesamten Rauchdauer entfaltet und dem Genießer ein vielschichtiges Geschmackserlebnis bietet. Typisch für die Hemingway-Zigarren sind cremige, nussige Aromen, ergänzt durch Honig- und Karamelltöne, dezente Holz- und Zedernnuancensowie leichte Kräuter- und Kaffeenoten, die zusammen ein ausgewogenes und elegantes Profil erzeugen.

Bildquelle: Tim Wesly Hendrix

Die Hemingway-Serie reicht in Stärke und Geschmack von mild bis mittelkräftig, sodass sie sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Aficionados geeignet ist. Sie gilt als perfekte Einsteiger-Zigarre für den Premium-Genuss und eignet sich hervorragend für entspannte Momente oder stilvolle Anlässe, bei denen Qualität, Eleganz und Komplexität im Vordergrund stehen. Insgesamt verkörpert die Hemingway-Serie die Tradition und das handwerkliche Können von Arturo Fuente und bietet Zigarrenliebhabern weltweit ein unverwechselbares Erlebnis.

Die Arturo Fuente Hemingway Best Seller ist eine klassische Zigarre aus der Dominikanischen Republik, die zur renommierten Hemingway-Serie des Herstellers Arturo Fuente Cigars gehört. Sie besticht durch ihre charakteristische Perfecto-Form, die sich nach beiden Enden verjüngt und dem Rauchgenuss eine elegante Dynamik verleiht. Mit einer Länge von etwa 135 mm und einem Ringmaß von 42 bis 50 bietet sie eine ideale Rauchdauer von 45 bis 75 Minuten, in der sich ihre Aromen vollständig entfalten können.

Im Geschmack überzeugt die Zigarre durch eine ausgewogene Kombination aus cremiger Süße, nussigen Noten, dezenten Karamell- und Honigtönen sowie sanfte Holz- und Zedernnuancen. Ergänzt wird das Profil durch leichte Kräuter- und Kaffeenoten, die dem Rauch eine zusätzliche Komplexität und Tiefe verleihen. Trotz ihres reichhaltigen Aromenspektrums bleibt die Hemingway Best Seller mild bis mittelkräftig, sodass sie sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Aficionados zugänglich ist.

Dank der fein abgestimmten Tabakmischung aus dominikanischen Einlage- und Umblatt-Tabaken sowie des hochwertigen dominikanischen Deckblatts bietet die Zigarre einen gleichmäßigen Abbrand, dichten Rauch und eine harmonische Balance zwischen Süße, Würze und Holznoten. Die Hemingway Best Seller eignet sich perfekt für entspannte Genussmomente, allein oder in Kombination mit milden bis mittelkräftigen Whiskys, bei denen sie ihre cremige, nuancenreiche Aromatik optimal entfalten kann.

Bildquelle: Tim Wesly Hendrix

Das Pairing des The Six Isles Voyager mit der Arturo Fuente Hemingway Best Seller Zigarre bietet ein besonders elegantes und harmonisches Genusserlebnis. Der Whisky, ein Blended Malt aus sechs schottischen Inseln, vereint maritime Noten, leichte Raucharomen, Vanille, Malz und fruchtige Akzente, die durch das Zusammenspiel von Islay, Skye, Orkney, Mull, Arran und Jura eine vielschichtige und ausgewogene Komplexität besitzen.

Die Hemingway Best Seller überzeugt mit ihrem mittelkräftigen bis milden Profil, das von cremigen, nussigen Noten, leichter Süße und subtilen Gewürzen geprägt ist. Ihre kompakte Figur und der gleichmäßige Abbrand ermöglichen eine kontrollierte Entfaltung der Aromen über die gesamte Rauchdauer.

Abb.: Ernest Hemingway an seiner Bar

Beim gemeinsamen Genuss entsteht ein feines Wechselspiel: Die maritimen und leicht rauchigen Noten des Whiskys harmonieren mit der cremigen Süße der Zigarre, während die fruchtigen und malzigen Nuancen des Voyager die nussigen und würzigen Facetten der Zigarre unterstreichen. Gleichzeitig rundet die leichte Würze der Hemingway Best Seller die salzigen Akzente des Whiskys ab, sodass kein Aroma dominiert, sondern beide Elemente sich gegenseitig ergänzen. Hier liegt auch das kleine Wunder – der Whisky wird plötzlich komplex und vielschichtig. Die Zigarre tritt dabei nicht in den Hintergrund, sondern beide Ergänzen sich und werden zu einem symbiotischen Ganzen, in dem die individuellen Schwächen durch den anderen Partner nicht nur kaschiert sondern vollends ausgefüllt werden. Eine tolle Kombination.

Der Whisky alleine würde sich nicht halten können, als cigar malt, also Tropfen zur Zigarre ist er aber eine gute Wahl. Nicht aufdringlich, nicht dominant, aber eine elegante Begleitung.

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Dr. Tim Wesly Hendrix

Tims Frau beschreibt ihn so: „Der ist einfach ein wenig verrückt“ würde sie sagen. Nun liegt das Genie nah am Irrsinn, er nimmt das also als Kompliment.

Aus dem Bergischen kommend zog es ihn in die weite Welt zum Studium – also nicht ganz so weit weg vielleicht – nach Köln. Mit Zwischenstation in Edinburgh beurteilte ihn dann eine Reihe von Professoren als soweit gereift, um ihm den Doktortitel im Fach Kunstgeschichte zu verleihen. Man möge es ihnen verzeihen. Nebenbei gab es dann noch einen Master in Anglophone Literature – was wiederum nichts anderes ist als das schnöde Anglistik Studium vergangener Tage.

Man sieht also, Tim ist den britischen Inseln und der englischen Sprache sehr zu getan. Seine Frau fragt ihn schon nicht mehr, wo der Jahresurlaub seiner Meinung nach hingehen soll, die Antwort ist ihr hinreichend bekannt. Schottland mit seiner raue, poetischen Westküste hat ihn so in den Bann gezogen, dass er dort jeden Urlaub verbringen könnte.

Das heißt nicht, dass er die anderen Länder nicht wertschätzt – aber keines, nicht einmal die berühmten Wasser Afrikas – haben ihn so vollkommen einnehmen können.

Das spiegelt sich auch in der Leidenschaft für Whisky nieder, obwohl er einem guten Wein auch nicht abgeneigt ist. Kommt dann noch eine Zigarre, oder eine seiner geliebten Pfeifen dazu – das ist wahrer Es(s)kapismus für ihn.

Früh schon zog es ihn ans Wasser, um den heimischen Forellen in kleinen Bergbächen nachzustellen und auch heute noch schwingt er gelegentlich seine Fliegenrute. Was gibt es auch schöneres, als bei ausreichend Wind an einem Bach auf einer Hebrideninsel zu stehen und Fliegen aus der Vegetation zu befreien?

Das seine Hardy Ruten nur noch gelegentlich genutzt werden, liegt vor allem an seiner wohl größten Passion: Der Jagd.

Sie war immer irgendwie da. Schon als kleiner Junge vor der beeindruckenden Wand seines Großonkels. So richtig hat er aber erst vor relativ kurzer Zeit zu ihr gefunden. Dies konnte er freilich durch Eifer, seine Frau spricht von manischem Zwang, ausgleichen.


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