Begriffe und Definitionen der Kynologie und Jagdkynologie

von Joachim Orbach Im Jagdgebrauchshundwesen werden Begriffe verwendet, die leider auch heute noch oft falsch verstanden werden. Dabei hat sich nichts an der Notwendigkeit geändert, dass alle Hundeführerinnen und Hundeführer unter den verwendeten Begriffen dasselbe verstehen. Deshalb hat der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) bereits im Jahr 1975 gemeinsam mit dem VDH und mit Wissenschaftlern, unter anderem Eberhard…

Kohlrouladen vom Wildschwein mit Blutwurstschmelzle

Jagdbericht: Das Borstenpony im Nieselregen Eine mondlose, verregnete Nacht im Revier brachte Michael Schlecht nach anfänglichen Fehlversuchen und banger Nachsuche den mit Abstand schwersten Keiler seines Jägerlebens: Ein 96-Kilo-Monstrum auf der Waage und ein unvergessliches Jagderlebnis im Herzen. von Michael Schlecht Es fing vielversprechend an. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, leuchteten die ersten weißen Punkte…

Sauber zerwirken – Am Beispiel Reh

Buchvorstellung von Beate A. Fischer Sauber zerwirken am Beispiel Reh: Mut zum ersten Schnitt Seien wir ehrlich: Das Erlegen ist oft der leichtere Teil. Danach liegt ein Reh vor einem, und die Frage ist, ob man es selbst verarbeitet oder lieber abgibt. Ich habe mal eine Jungjägerin begleitet beim Erlegen ihrer ersten Stücke Rehwild. Sie…

Afrikanische Jagdliteratur: Rolf D. Baldus stellt seine Top Ten vor

von Rolf D. Baldus Der französische Autor und Chefredakteur des Magazins Nouvel Observateur, François Armanet, hat vor ein paar Jahren zweihundert bekannte, teilweise berühmte Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf der ganzen Welt gefragt, welche drei Bücher sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden. Die Antworten waren erwartungsgemäß vielfältig. Die Klassiker überwogen. Mit Ovid, Shakespeare, der Bibel…

Mit Jagdfieber zum Großhirn: Wie Jagd und Hund den Menschen schufen

von Prof. Dr. Harald G. Schweim „Als der nackte Affe den Baum verließ, ernährte er sich noch von Pflanzenkost. Erst die Umstellung auf Fleisch brachte den Menschen auf die Spur der Zivilisation. Fleischnahrung ist der Motor der menschlichen Evolution“.– Florian Stark, DIE WELT Die Frage, warum wir heute noch zur Jagd gehen, stellt sich uns…

Die Schriftzeichen des Feuers: Warum manche nur Suppe lesen – und andere das System verstehen

von Hanno Zwickl Wer die Wildnis, die Geschichte Asiens oder die tiefen Strukturen der Macht betritt, findet sich unweigerlich in einem Labyrinth wieder. Ein Labyrinth aus Zeichen, Codes und ungeschriebenen Gesetzen. Während wir im Westen uns damit begnügen, 26 stumpfe Buchstaben aneinanderzureihen, um der Welt unsere Alltäglichkeiten mitzuteilen, ist das traditionelle chinesische Schriftsystem von einer…

Waidgerechtigkeit ist nicht nur ein Wort

von Joachim Orbach Waidgerechtigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Jagdkultur. Daher müssen wir als Jäger stets gegenüber unserem Wild waidgerecht handeln, wenn wir nicht unsere Akzeptanz als Jäger verspielen wollen. Zu diesem waidgerechten Handeln gehört unverzichtbar die Nachsuche auf alles kranke Wild. Die Nachsuche auf krankes Niederwild (ausgenommen Rehwild) erfolgt überwiegend mit dem Verlorenbringer und…

Warum waren Neandertaler Kannibalen?

von Harald Schweim Neue Analysen von Knochen aus der belgischen Goyet-Höhle zeichnen ein brutales Bild: Sie jagten nicht nur Rentiere, Hirsche und Auerochsen, sondern womöglich auch die Schwächsten ihrer eigenen Art. Die Studie legt nahe, dass Neandertaler gezielt Frauen und Kinder fremder Gruppen gefangen nahmen, töteten und verzehrten. Sind solche Deutungen seriös? Ob sie der…

Jagd, Wein und Philosophie: Das Porträt des „Cäsarion“ Dietrich Freiherr von Keyserlingk

Dieses außergewöhnliche Porträt aus dem Jahr 1738 zeigt Dietrich Freiherr von Keyserlingk und fängt den wahren Geist des Rheinsberger Kreises ein. Der Porträtierte: Dietrich Freiherr von Keyserlingk (* 1698, † 1745) Dietrich Freiherr von Keyserlingk war weit mehr als nur ein preußischer Offizier: Er war einer der engsten persönlichen Vertrauten, Generaladjutant und engster Freund des…

Jagd in den USA I

von Harald Schweim In den USA geht man mit der Jagd und dem „Trophäenkult“ viel gelassener um als in Deutschland. Während der Trophäenkult dort als echtes Kulturgut gilt, ist eine klassische Jagdkultur im europäischen Sinne kaum existent; dafür ist der „Waffenkult“ weit verbreitet. Das Vorurteil, dass die „Jagdethik“ – also die ethischen Prinzipien der Jagd…

Dolly Parton: Vom Appalachian Mountain Girl zur Country-Music-Ikone

Dolly Parton ist gestern im Alter von 80 Jahren gestorben. Sie wuchs mit elf Geschwistern in den kargen Bergen von Ost-Tennessee auf. Dort war die Jagd kein Zeitvertreib, sondern überlebenswichtig. Ihr Vater sicherte das Überleben der Großfamilie, indem er Kaninchen, Eichhörnchen, Murmeltiere und sogar Bären erlegte. Auch Angeln und die Froschjagd halfen dabei, Essen auf…