Meeresangeln: erfolgreich an Nord- und Ostsee

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Buchvorstellung

Das Leben am Meer hat seinen ganz eigenen Sog. Die Weite des Meeres, seine Unberechenbarkeit sowie seine Flora und Fauna haben unzählige Geschichten, Mythen und Sehnsüchte hervorgebracht. Auch wenn Nord- und Ostsee nicht zu den letzten weißen Flecken der Erde zählen, sind sie – verglichen mit Deutschlands Wäldern – noch recht ursprüngliche Wildnisse. Ich muss hier noch einmal Henry David Thoreau zitieren, um den Reiz des Meeresangelns zu erklären:
»Der Ozean ist eine Wildnis, die den Erdball umspannt, wilder als ein bengalischer Dschungel und voller von Ungeheuern, und doch schwappt er an die Kais unserer Städte und die Gärten unserer Seebäder.«

Für viele Angler ist ein Sommerurlaub der erste Berührungspunkt mit dem Angeln überhaupt – und gerade Nord- und Ostsee sind dafür wie gemacht: abwechslungsreich, gut zugänglich und voller Möglichkeiten, vom schnellen Erfolg auf Hering oder Hornhecht bis zum geduldigen Warten auf Plattfisch oder dem anspruchsvollen Nachstellen von Meerforelle und Wolfsbarsch.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER

Wer am Meer angeln will, braucht allerdings mehr als Glück. Erfolgreich ist meist, wer sich auf Bedingungen und Zielfisch einstellt: Jahreszeit, Platzwahl, Bodenstruktur, Strömung, Köder und Führung machen oft den Unterschied. Denn jeder Fisch folgt in seinem Lebensraum zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten eigenen Mustern.

Das Buch Meeresangeln: Erfolgreich an Nord- und Ostsee nimmt sich genau dieser Vielfalt an und zeigt in aufeinander aufbauenden Kapiteln, wie unterschiedlich das Angeln zwischen Hafenkante, Brandung und Küste sein kann.

Die Reviere
Die Nordsee und die Ostsee liegen zwar geographisch nah beieinander, unterscheiden sich jedoch unglaublich.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER


Die Nordsee zeichnet sich vor vielen anderen Meeren vor allem durch ihre Mischung aus Flachheit, Gezeitenkraft, Wetterhärte und ständiger Veränderung aus. Mit dem Wattenmeer besitzt sie eines der wichtigsten Küstenökosysteme der Welt – Lebensraum, Kinderstube und Rastplatz für zahllose Arten. Die Hauptzielfische für Angler sind Makrele, Dorsch, Hering, Plattfische und Wolfsbarsch. Auf dem legendären Gelben Riff vor Dänemarks Küste lassen sich kapitale Dorsche, Köhler und Pollacks fangen – Fische in Größenordnungen, wie man sie sonst eher aus Norwegen kennt. Sogar Seewölfe können hier an den Haken gehen.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER

Die Ostsee unterscheidet sich von der Nordsee vor allem durch ihren ruhigeren Charakter, den geringen Tidenhub und den deutlich niedrigeren Salzgehalt. Als flaches Binnenmeer mit nur wenigen engen Verbindungen zur Nordsee bietet sie besondere Bedingungen, die auch Arten entgegenkommen, die man sonst eher aus dem Süßwasser kennt. Die Hauptzielfische für Angler sind Hering, Dorsch, Plattfische, Hornhecht und Meerforelle, regional auch Lachs. Vor allem die Meerforelle steht sinnbildlich für die Ostsee und macht sie für viele Küstenangler zu einem ganz eigenen Revier.

Finden & Fangen: Angeln wo die Fische sind
Eine der grundlegenden Fragen des Meeresangelns lautet: Wo stehen die Fische eigentlich? Selbst die beste Ausrüstung hilft wenig, wenn man an der falschen Stelle angelt. Gerade auf dem Meer wirkt die schiere Weite zunächst eher einschüchternd. Zu viel Wasser, zu viel Fläche, zu viele Möglichkeiten.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER

Genau darin liegt aber auch der entscheidende Gedanke: Fische verteilen sich nicht wahllos im Meer, sondern konzentrieren sich in bestimmten Bereichen. Wer solche Zonen erkennt, verbessert seine Chancen oft schlagartig. Strukturen, Übergänge, Tiefe, Strömung und andere natürliche Merkmale werden zu Anhaltspunkten, welche Lebewesen hier ihr Habitat haben.

Naturköder: Von Würmern, Krabben & Co.
Ob vom Boot oder in der Brandung, mit Grund- oder Posenmontage: Das Angeln mit Naturködern gehört an Nord- und Ostsee zu den beliebtesten Methoden. Entsprechend groß ist die Bandbreite möglicher Köder.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER

Dieses Kapitel widmet sich den wichtigsten Naturködern – von Fischfetzen, Garnelen, Krabben und Muscheln bis hin zu Naturköder-Imitaten, Sandaalen, Seeringelwürmern und Wattwürmern.

Angelmethoden: Viele Wege führen zum Fisch
Das Kapitel über die Angelmethoden macht deutlich, wie vielseitig das Meeresangeln an Nord- und Ostsee sein kann. Zwischen aktivem Spinnfischen, klassischem Ansitz, Brandungsangeln und Bootsangelei eröffnet sich eine große Bandbreite unterschiedlicher Techniken. Je nach Zielfisch, Revier und persönlicher Vorliebe führen dabei ganz verschiedene Wege zum Erfolg.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER

Die Inhaltsübersicht reicht vom Paternosterangeln auf Hering und Makrele über das Fischen mit Kunstködern an der Küste, den Sbirolino-Einsatz auf Meerforelle, das Posenfischen im Meer und das Brandungsangeln bis hin zum aktiven Plattfischangeln, Pilken, Gummifischangeln, Schleppen mit dem Kleinboot und dem Bootsangeln mit natürlichen Ködern wie Würmern oder Fischfetzen.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER

Damit deckt das Buch sowohl klassische als auch modernere Methoden ab und vermittelt einen breiten Überblick über die Praxis des Meeresangelns.

Fischlexikon: Wer bin ich?
Das Fischlexikon am Ende des Buches bildet den logischen Abschluss. Einen Dorsch erkennt fast jeder, bei Aalmutter, Wittling, Seeskorpion oder Seehecht hört es dann aber oft schon auf. Vor allem die verschiedenen Plattfischarten wie Flunder, Glattbutt, Kliesche, Scholle, Seezunge und Steinbutt zu unterscheiden, fällt am Meer erst einmal gar nicht so leicht.

Abb.: Blick ins Buch von Dr. Catch; Bildquelle: KRAUTJUNKER

Die kurzen Steckbriefe bringen Ordnung ins Artengewirr und zeigen Dir auf einen Blick, was Dir an den Haken gegangen ist.


Fazit
Am Ende bleibt der Eindruck eines gelungenen Praxisbuchs, das sich vor allem an Einsteiger richtet. Meeresangeln: Erfolgreich an Nord- und Ostsee erklärt die Grundlagen verständlich, ordentlich gegliedert und mit klarem Fokus auf die Umsetzung vor Ort. Wer ohne großes Vorwissen in das Meeresangeln einsteigen und sich einen guten Überblick über Reviere, Fischarten, Köder und Methoden verschaffen will, ist hier gut bedient.

Zum Schluss
Viele Menschen kaufen und lesen heute weniger Bücher als früher – und unter Anglern scheint die Begeisterung fürs Lesen oft noch etwas geringer zu sein als in anderen Outdoor-Bereichen. Wer im Internet nach Angeltipps sucht, stößt außerdem früher oder später fast zwangsläufig auf die umfangreichen und informativen Inhalte von Dr. Catch. Umso berechtigter ist die Frage, warum man zusätzlich Geld für ein Buch ausgeben sollte.

Die Antwort ist einfach: Ein gutes Angelbuch bietet mehr als zehn geöffnete Tabs. Es behandelt ein Thema nicht nur tiefer, sondern auch strukturierter, schafft einen roten Faden und macht Zusammenhänge leichter verständlich. Anders als abgespeicherte Links bleibt ein Buch präsent, griffbereit und lädt immer wieder dazu ein, es zur Hand zu nehmen. Und nicht zuletzt bleibt vieles von dem, was man in einem Buch liest, oft nachhaltiger im Kopf als Inhalte, die man nur online konsumiert.

Davon abgesehen macht man mit einem Buch in der Hand selbst im unpassendsten Moment noch den besseren Eindruck als mit einem Smartphone.

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Anmerkungen

Von KRAUTJUNKER gibt es eine Facebook-Gruppe.

Titel: Meeresangeln: erfolgreich an Nord- und Ostsee

Herausgeber: Dr. Catch

Verlag: Holger Bente & Tobias Norff GbR

Verlagslink: https://doctor-catch.shop/products/buch-angeln-an-nordsee-und-ostsee

ISBN: ‎978-3982608204


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