Mezolith 1

Buchvorstellung

»Vor über 10.000 Jahren lebte der Stamm der Kansa an der östlichen Küste des Großbritanniens des Steinzeitalters. Dort lauerten überall Gefahren. Jede Jahreszeit wurde von neuen Abenteuern begleitet, jede Jagd brachte ihre Risiken mit sich und die düsteren Zusammenkünfte mit benachbarten Stämmen waren eine gefürchtete Bedrohung.

Poika, ein Junge der sich auf der Schwelle zum Mannesalter befindet, muss nun der Weisheit seiner Stammesältesten vertrauen und durch die Rituale auf dem Weg zum Erwachsensein gehen, um seinen Platz innerhalb dieses Stammes zu finden.

MEZOLITH, der Debüt-Comic von Ben Haggarty, einem weltbekannten Performance Storyteller, ist eine Geschichte für ältere Kinder sowie Erwachsene. Angesiedelt in der Region um das heutige Yorkshire, noch bevor Großbritannien eine Insel war, sind die Geschichten des täglichen Überlebens eines Stammes eng verwoben mit den ältesten Mythen und Legenden der Menschheit. Basierend auf detaillierter archäologischer Forschung ist dieses Buch gefüllt mit Abenteuern, Horrorgeschichten, Magie sowie Träumen und Albträumen.

Mit beeindruckendem Artwork von Adam Brockbank, der als Storyboardzeichner, Production-Designer und Illustrator u. a. an diversen Marvel-Comicverfilmungen, HARRY POTTER-Filmen und dem neuesten STAR WARS-Blockbuster mitarbeitete.«

Seltsam, aber so steht es geschrieben (Das war immer die Einleitung der Gespenster-Comics). In einer fernen Vergangenheit, vor der Erfindung von Kabelfernsehen und Internet geboren, waren Comics mein Zugang zum Lesen. Es fing an mit den Klassikern Donald Duck, Asterix, Tim und Struppi und Testpilot Dan Cooper… Auch als ich größer wurde und stundenlang in dicken bilderlosen Schmökern verschwand, verschlang ich weiterhin Comics wie Valerian und Veronique und landete irgendwann durch die Schwermetall-Comics großartigen Künstlern wie Manara und Moebius. Die Comics um den Incal mit John Difool haben mich seinerzeit schwer begeistert und fesseln mich bis jetzt.

Danach kam dann aber nichts mehr und ich las nur noch „normale“ Bücher. Geblieben ist ein großes Faible für Illustrationen, die mich mehr als Fotos berühren.

Bei Pinterest stöbere ich gerne herum, um Bilder und Fotos zu bestaunen und stolperte dabei über Illustrationen aus dem Comic Mezolith.

Abb.: Britisches Titelbild von Mezolith; Bildquelle: Pinterest

Die großartigen Zeichnungen illustrieren packende und in sich stimmige Geschichten. Soweit ich es beurteilen kann, sind die Darstellungen der Jäger- und Sammler-Kultur im Mezolithikum nah an dem, was wir über diese Epoche wissen.

Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine wissenschaftliche Dokumentation, sondern vor allem um gute Geschichten. Ähnlich wie Game of Thrones nicht eins-zu-eins das echte Mittelalter darstellt, sondern Fantasy-Elemente enthält, verfügen die Geschichten immer wieder über phantastische Züge. In vorgeschichtlichen Kulturen waren Mythen und Magie allgegenwärtig. Einige davon basieren auf historischen Sagen, wie die des altgermanischen Schwanenmädchens.

Visuell atemberaubend und packend erzählt, macht das Album nicht nur Lust, es immer wieder durchzulesen und die Bilder zu bestaunen, sondern auch selbst wieder mehr zu erzählen und zu zeichnen.

Ich erinnerte mich an das wunderbare Bonmot von Kurt Vonnegut:
„If you want to really hurt your parents, and you don’t have the nerve to be gay, the least you can do is go into the arts. I’m not kidding. The arts are not a way to make a living. They are a very human way of making life more bearable.
Practicing an art, no matter how well or badly, is a way to make your soul grow, for heaven’s sake. Sing in the shower. Dance to the radio. Tell stories. Write a poem to a friend, even a lousy poem. Do it as well as you possibly can. You will get an enormous reward. You will have created something.”

*

„Ich habe unfassbar viel Recherche betrieben.“

Interview von Dimitrios Charistes mit MEZOLITH-Autor Ben Haggarty & Zeichner Adam Brockbank

Hallo Ben, hallo Adam, wie ist die Idee zu MEZOLITH entstanden? Und aus welcher persönlichen Inspiration habt ihr euch der Thematik zugewandt?

Adam: Alles ist einem glücklichen Zufall zu verdanken. David Fickling, ein berühmter britischer Kinderbuch-Verleger, suchte zu diesem Zeitpunkt nach Künstlern für ein neues Projekt – einem wöchentlichen Comic-Magazin für Kinder und Jugendliche.
Da Ben und ich schon seit längerem befreundet sind und die Leidenschaft für Comics und Graphic Novels teilen, habe ich ihn sofort gefragt, ob er nicht Lust auf eine Zusammenarbeit hat. Ben wollte schon immer eine Geschichte mit Plot in der Steinzeit schreiben. Erste Ideen und Konzepte klangen gleich großartig. Ben hat sofort mit einem ersten Skript angefangen und ich habe Entwürfe beigesteuert. Diese legten wir David Fickling und seinem Chefredakteur vor, die beide sehr angetan von dieser Idee waren. Fortan wurde MEZOLITH als drei- bis fünfseitiger Comic, neben weiteren, kindgerechten Storys, wöchentlich veröffentlicht.
Es war allerdings auch schon immer unser Wunsch, alle Geschichten in einem vollständigen Sammelband zu publizieren. Anfangs ging es mir nur um die Möglichkeit, einen eigenen Comic zu gestalten – aber die Zusammenarbeit mit einem guten Freund, der gleichzeitig Storyteller ist und dass wir unsere eigenen Bedingungen ohne Hindernisse realisieren konnten, empfinde ich mittlerweile als großes Geschenk!

Ben: Ich erinnere mich noch genau daran, als mich Adam 2007 einlud bei dem Projekt mitzumachen. Ich griff anfangs auf eine Idee zurück, die bereits seit 1996 in mir schlummerte und die ich mit zwei anderen britischen Autoren verfolgte. Schon immer haben wir uns gefragt, welches wohl die ältesten dokumentierten Geschichten seien, die auf britischem Boden spielen. Nach endlosen Recherchen sind wir schließlich im mesolithischen Zeitalter (ca. 12.000 – 6.000 v. Chr.) gelandet.
Es schien die Zeit gekommen, dem Projekt Leben einzuhauchen. So konnte ich in vertiefende Recherchen abtauchen und mehr über unsere Vorfahren und unser damaliges Leben auf der Erde herausfinden. Urga war somit unsere Auftakts-Geschichte.
Als Adam mir dann die erste Skizze unseres geneinsamen kindlichen Helden vorgelegt hat, war mir sofort klar, dass wir ihm auf seinen märchenhaften Abenteuern weiter folgen müssen. Das war der Moment, als Poika geboren wurde.

Wie intensiv, habt ihr euch im Vorfeld mit archäologischen Fakten beschäftigt? Habt ihr zu der Zeit viel in naturwissenschaftlichen Museen rumgehangen, Sachbücher gelesen und Artefakte studiert– und was fasziniert euch an der Steinzeit?

Ben: Ich habe unfassbar viel Recherche betrieben: dutzende Bücher gelesen, Museen besucht, mit Archäologen, Anthropologen und Ethnographen gesprochen. Beispielsweise ist das Bild, in dem eine Frau und ihr Baby bedeckt von einem Schwanenflügel beerdigt werden, von einer mesolithischen Ausgrabung in Vedbaek in Dänemark inspiriert. Dieses Motiv habe ich dann auch als zentrale Story adaptiert und verwendet.

Adam: Als Zeichner bin ich es ohnehin gewohnt, für neue Projekte umfassende Recherchen und Studien anzufertigen. Ben hat aber dazu beigetragen, dass er mich mit einer Vielzahl an Fachliteratur – viele davon aus dem akademischen Bereich, spezialisiert auf die mesolithische Periode – versorgt hat. Ich habe mir aber auch Artefakte angeschaut, die aus dem „Jäger und Sammler“-Zeitalter stammen und in gutem Zustand sind. Für mich war die Beschäftigung mit dem Thema in dieser Form neu und unfassbar faszinierend. Was mich persönlich sehr an dieser Mittelsteinzeit fasziniert, ist die Kürze des Zeitalters an sich und wie rasend schnell sich die Geschichte der Menschheit seitdem weiterentwickelt hat. Es sind letztendlich nur 10.000 Jahre bis in die Gegenwart. Noch vor wenigen tausend Jahren waren wir alle stammeszugehörige Jäger und Sammler.

Glaubt ihr, dass die Menschen diese historische Ära vergessen oder dass das Interesse an der Steinzeit generell schwindet?

Ben: Nein, das glaube ich nicht. Als wir 2007 mit der Arbeit an MEZOLITH angefangen haben, war das Interesse am mesolithischen Zeitalter in Europa sehr stark ausgeprägt, besonders im Forschungsfeld der experimentellen Archäologie. Als wir gerade dabei waren, eine neue Geschichte zu entwickeln, wurde parallel im Nordosten Englands eine 11.000 Jahre alte Behausung aus genau diesem Zeitalter entdeckt. Diese konnte neue Erkenntnisse über das damalige Leben liefern. Wir haben uns umgehend auf den Weg zu diesem Ort gemacht und uns vom Camp Keeper die Ausgrabung zeigen lassen. Dadurch wurde ein Charakter erschaffen, der eine Schlüsselrolle im Rahmen der Haupthandlung übernehmen sollte.
Auch der mystische „Mirror Stone“ existiert. Diese würfelförmigen Pyriten haben sich ganz natürlich gebildet und wurden im Norden Spaniens entdeckt. Das hat mich dazu inspiriert, der Frage nachzugehen, wie ein Mensch wohl reagiert, wenn er zum ersten Mal ein Metall sieht, ein für ihn unheimliches und überirdisches Objekt.

Wie verlief die Zusammenarbeit während des Projekts?

Ben: Wir sind alte Freunde, die in der Vergangenheit ziemlich oft darüber gesprochen haben, eines Tages ein gemeinsames Filmskript zu schreiben oder ein Projekt zusammen zu realisieren – der Comic eignete sich hier als hervorragende Möglichkeit. Für mich als Geschichtenerzähler gehört meine Vorstellungsgabe und Fantasie zum primären Werkzeug. Ich „erzähle“ Bilder und das war die Chance mit einem Künstler zusammenzuarbeiten, der diese Bilder realisieren konnte. Als ich herausgefunden habe, wie Adam arbeitet und zeichnet, konnte ich mir sofort eine Kollaboration vorstellen. Wir sind stolz darauf, diese Welt gemeinsam kreiert zu haben – es ist wie eine gemeinsame Vision zu vollenden. Ich glaube wirklich daran, dass das Resultat unsere aufrichtige und leidenschaftliche Hingabe ausdrückt.
Irgendetwas in dir taucht in die Welt von MEZOLITH ab, wenn du dich ihr wirklich verbunden fühlst und mit ihr einen inneren Dialog startest. Sie spricht auf einem fast schon archaischen Weg mit uns, man fühlt sich schnell vertraut und verbunden mit dieser Welt. Das war zumindest unsere Intention.

Ben, was war für dich persönlich die kniffligste und schwierigste Arbeit an der Konzeption von MEZOLITH?

Ben: (lacht) Das Schwierigste ist es, die Geschichten so kurz zu fassen, dass eine Episode auf drei bis maximal fünf Seiten funktioniert – denn das waren die ursprünglichen Vorgaben für DFS Weekly Comic Brief. Ich erinnere mich noch daran, als uns die Redakteure eines Tages erlaubt haben, ganze sechs Seiten zu gestalten. Ich greife hier immer auf den Tipp von Alan Moore [britischer Schriftsteller, Zeichner und Autor von Comics, Anm. d. Red.] zurück, dass er in seine Geschichten auch die Panel-Hintergründe miteinbezieht. Das hat uns wirklich geholfen, in einigen Bildern viele Details unterzubringen, die der Geschichte eine weitere, narrative Dimension und Tiefe verleihen. Achtet mal darauf.

Adam, welche Zeichnungen haben dich zum Schwitzen gebracht?

Adam: Ich stimme Ben zu, es war eine Herausforderung, die Geschichten in diese Form zu komprimieren. Als Künstler bevorzuge ich es, mehr Freiraum für die Geschichte und die dazugehörige Welt zu erhalten und mich stilistisch auszutoben. Diese Restriktion ist da manchmal hinderlich und hat seinen Preis. Wir haben uns aber an einem kreativen Kniff bedient und in die Bilder noch mehr Ausdruck und Tiefe eingebaut. Für den Leser empfiehlt es sich also, die Geschichte langsamer zu lesen und die Panels genau zu studieren. Manchmal passieren in einer Zeichnung mehrere Dinge gleichzeitig, die man beim ersten Lesen übersehen hat.

Adam, lass uns über deine bisherige Arbeit in der Filmindustrie sprechen. Du arbeitest hauptberuflich unter anderem als Storyboard-Zeichner für Filme. MEZOLITH ist dein erstes Comic-Projekt. Gibt es einen Unterschied für dich zwischen Storyboard-Art-Konzeption und der Arbeit an einem Comic?

Adam: Es gibt sogar zwei essenzielle Unterschiede. Beim Film gibt es nur ein Format, eine Einstellung für jeden Frame, wohingegen du bei Comics alle Rahmenformate einsetzen kannst, z. B. Porträt, Landschaft, Rahmenlos, Splash Page mit Sprechblasen. So kümmerst du dich als Zeichner um die gesamte Seiten-Komposition und kannst die Seitenkonzeption frei gestalten. Das macht Spaß und hat viel mit Bildsprache zu tun, das ist das einzigartige und anspruchsvolle am Medium Comic. In vielen Einzelschritten und Prozessen ist es mit der Arbeit an einem Film-Storyboard aber vergleichbar.

Gibt es eine zentrale Message, die ihr den Lesern von MEZOLITH mit auf den Weg geben möchtet?

Adam: Nicht speziell. Eher soll der Comic in Worten und Bildern unsere verschiedenen Arten des Seins thematisieren und den Sinn für die Wunder der Natur schärfen. Im besten Fall stellen wir mit der Lektüre unseren Lesern die Frage nach der eigenen Herkunft, nicht nur in der Welt da draußen, sondern unserer eigenen Welt.

Ben: Wenn wir die Leser wieder daran erinnern, dass wir alle einst von Ureinwohnern abstammen, ist das ein kleiner, simpler Nebeneffekt der Geschichte.

Mögt ihr uns noch etwas über eure eigene Comic-Sozialisation erzählen? Was sind eure liebsten Comics – und welche Künstler sind eure ganz persönlichen All-Time-Favourites?

Adam: Zunächst bin ich mit einem Cartoonisten als Großvater aufgewachsen. So kam ich bereits in sehr jungen Jahren mit Comics in Berührung und wurde sofort infiziert. Ewig verbunden werde ich mit einem Silver Age-Marvel Reprint sein, welcher zu dieser Zeit in Großbritannien auf den Markt kam. Das Artwork hat mich völlig umgehauen. In meinen Teenagerjahren habe ich die Welt der Comics vor allem durch damals beliebte Reihen wie Metal Hurlan, Eerie oder Creepy entdeckt. Dazu sind noch viele exotische Künstler und Illustratoren aus Europa gekommen. Wenn ich nach meinen Idolen gefragt werde, muss ich zwei Comic-Götter nennen. Für mich sind das Moebius und Katsuhiro Otomo. Ich habe seitdem so unfassbar viele talentierte Autoren und Zeichner kennen gelernt, aber sie werden immer an erster Stelle stehen.

Ben: Mein Großvater hatte einen eigenen Buchladen. Daher bin ich zwischen wunderschön illustrierten Kinderbüchern aufgewachsen. Wenn ich nach meinen Lieblings-Illustratoren gefragt werde, nenne ich Künstler aus den 1950ern und 1960ern, z. B. Charles Keeping, Victor Ambrus, Robin Jaques und Pauline Baynes. Aber für die Jungs meiner Generation waren es vor allem wöchentliche Abenteuer-Comics, die verschlungen wurden. Mein liebster Titel heißt The Hotspur. Ich stehe total auf Action-Comics und habe später hunderte Kriegs-Comics wie „Commando“ gelesen. Ich gebe zu, dass meine ehrenvolle „Shocking Bubble Gum“-Karten-Sammlung aus Civil War News einen großen Teil zu meiner grafischen Vorstellungskraft beigetragen hat. Tatsächlich würde ich den Härte- und Gewaltgrad in MEZOLITH, gepaart mit zum Teil verstörenden Abbildungen damit rechtfertigen, dass derartige Karten zu meiner Zeit an Jugendliche und Kinder ohne Skrupel verkauft wurden. Zur gleichen Zeit habe ich auch angefangen MAD-Magazine zu sammeln. Hier vor allem die Comedy-Strips von „Spy vs. Spy“ und den wunderbar visuellen Humor von Don Martin. Wenn ich aber meinen ultimativen All-time-favourite- Erwachsenen-Comic nennen muss, dann ist das Alan Moores Version von Swamp Thing.

Könnt ihr abschließend noch etwas über eure kommenden Pläne verraten?

Ben: Ich setze meine Arbeit als Performance-Geschichtenerzähler auf Festivals, Theatern, Museen und Schulen fort. Gegenwärtig widme ich mich Geschichten der griechischen Mythologie. Mein nächstes Projekt wird eine eigene Nacherzählung der Hindu-Epic-Saga Mahabharata sein, die die Geschichte eines Charakters daraus weiterspinnen wird.

Adam: Ich bin gerade ziemlich stark mit einer weit, weit entfernten Galaxie beschäftigt. Seid gespannt. Die Fortsetzung von MEZOLITH hängt vom Erfolg der Reihe ab, wir haben es als Open End-Projekt angelegt. Aber unser Enthusiasmus für Poika und die Kansa ist natürlich unbestritten groß. Allerdings sind Ben und ich in der nächsten Zeit sehr stark in weitere Projekte eingebunden. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir unsere Zusammenarbeit an MEZOLITH schon bald fortsetzen können – über den zweiten Band hinaus.

Vielen Dank für das Interview.

*

Ben Haggarty

Ben Haggarty ist ein professioneller Geschichtenerzähler und einer der Wegbereiter der Renaissance des Live-Geschichtenerzählens in Europa. Seit mehr als dreißig Jahren haucht er Leben in Volkserzählungen, Märchen, Epen und Mythen für Erwachsene so wie Kinder. Er füllt
damit Veranstaltungsstätten von Höhlen bis hin zur bekannten Carnegie Hall in New York. Haggarty ist eine wandelnde Bibliothek aus mehr als dreihundertfünfzig Geschichten. Zu seinem Repertoire gehören osteuropäische Märchen, irische Epen und moderne Mythen wie Frankenstein und die Volkslegende Der Sandmann.
Er war erzählerischer Berater für die TV-Serie The Storyteller von Muppet- Erfinder Jim Henson und zehn Jahre lang der offizielle Erzähler des Yo Yo Ma’s Silk Road Ensembles.
Haggarty ist Honorarprofessor für Storytelling an der Kunsthochschule Berlin und ist Intendant des legendären Crick Crack Club. Er hat noch zwei weitere Comic-Serien für Kinder geschrieben, nämlich Will Skoggyn’s Skull sowie Silk Roads.

Adam Brockbank

Adam Brockbank zeichnete bereits seine gesamte Kindheit und Teenagerjahre über Comics. Er zog seine Inspiration nicht nur aus schwarz-weiß Reprints der Silver Age Marvel-Comics, sondern auch aus französischen Comics, ganz besonders aus „Metal Hurlant“. Er ließ die Comics in seinen Zwanzigern hinter sich, um sich der Malerei zu widmen und studierte bildende Kunst am Royal College of Art in London.
Diese beiden Interessen verbanden sich für eine Karriere in der Filmindustrie als Konzept- und Storybordkünstler. Hier arbeitete Brockbank an vielen Filmen, darunter die X-Men-Reihe, Sleepy Hollow, so wie dem bevorstehenden Star Wars – Rogue One. Die größte Bekanntheit erlangte er jedoch für seine Arbeit an den acht Harry Potter-Filmen, bei denen er sowohl Kreaturen entwarf, als auch Requisiten und Szenenbilder, die die Welt von Hogwarts zum Leben erwachen ließen.
MeZolith ist sein erster Comic.

*

PRESSESTIMMEN

Der Tagesspiegel
M
EZOLITH lädt ein zur aufregenden Reise in eine Zeit, in der Traum und Wirklichkeit noch nicht streng voneinander geschieden sind.

buchjournal.de
Abenteuer- und Schauergeschichten, Träume und Albträume unserer Urahnen – basierend auf aktueller archäologischer Forschung.

»Historisch, aber doch magisch, nahe an der Fantasy und doch mit der Steinzeit, so wie sie uns die Wissenschaftler gerne vorstellen, eng verbunden – ein Comic, den man gerne in Erinnerung behalten mag.«
(phantastiknews.de)

bizzaroworldcomics.de
Der Mix aus gut recherchierter Historien-Erzählung und düsterer Fantasy steht dem Band äußerst gut zu Gesicht, denn so schaffen Autor und Zeichner einen gekonnten Spagat zwischen eurpäisch-anmutendem Alben-Comic und lovecraftschen Folklore-Horror. Präsentiert wird das Ganze im absolut hochwertigen Albenformat, in üblicher Cross Cult Qualität, samt zusätzlichem Bonusteil mit Interview und Künstler Steckbriefen. Ein mehr als gelungener Auftakt, der Großes vermuten lässt!

deinantiheld.de
Trotz der sehr eigenständigen Optik und des originellen Ansatzes ist MEZOLITH aber vor allem ein klassischer, sehr europäisch und entschleunigt erzählter Abenteuer-Comic, der das Genre vielleicht nicht neu erfindet, diese kleine Schwäche aber mit viel Klasse und Liebe zum Detail mühelos wieder aufwiegt.

Financial Times
Ein aufrüttelnd geschriebenes, visuell atemberaubendes Meisterwerk.

The Times
Gewaltvoll, wunderschön, magisch, unwiderstehlich. Durch dieses Buch möchte man in der Zeit zurückreisen.

Judge Dredd Magazine
MeZolith ist ein wunderbares Beispiel für das Erschaffen einer Welt. Noch dazu mit einer atemberaubenden Geschichte.

***

Von KRAUTJUNKER existiert eine Facebook-Gruppe.

Titel: Mezolith 1

Autor: Ben Haggarty

Zeichner: Adam Brockbank

Übersetzung: Frank Neubauer

Verlag: Cross Cult

Verlagslink: https://www.cross-cult.de/titel/mezolith.html

ISBN: 978-3-864259-88-3

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