von Joachim Orbach, Pressesprecher
Am 22. August 2026 wurde die 45. VSwP und 1. VFSP Bergisches Land vom JGV Bergisch Land e. V. (gegr. 1920) im Auftrag der Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß mit 9 gemeldeten und geprüften Hunden (3 DD, 2 RT, 1 DBr, 1 DW, 1 WK und 1 KLM) ausgerichtet.
Mit der Ausrichtung konnte der JGV Bergisch Land e. V. auch an eine besondere Persönlichkeit des Vereins und des JGHV erinnern: Franz Strasmann, der 1936 als Pionier den ersten Abrichtelehrgang im Jagdgebrauchshundwesen einführte. Über ihn schrieb 1995 unter anderem unser verstorbener JGHV-Ehrenpräsident Christoph Frucht: „Eine Jagdkynologen-Persönlichkeit von legendärem Ruf. Er war Begründer der Abrichtelehrgänge, weil es ihm ein Anliegen war, dass die gerechte Hundeführung in der Jägerschaft geistiges Gedankengut sein sollte.“ Strasmann, langjähriges Mitglied der JGHV-Stammbuchkommission, prägte auch den Satz: „Mit der Qualität der Richter steht und fällt die Akzeptanz der Prüfungen.“
Die ARGE Schweiß Bergisches Land (gegr. 1980) hat es sich mit ihren 8 Mitgliedsvereinen zur Aufgabe gemacht, zur Nachsuche versierte und verlässliche Nachsuchengespanne zu bestätigen. Tierschutz und Nachsuchenarbeit sind miteinander vereinbar und untrennbar. Dieser Tatsache muss und sollte sich jeder Hundeführer stellen, der in die Nachsuchenpraxis einsteigen will – so wie es eine bestandene VSwP/VFSP vorsieht. Der Vorsitzende der KJS Remscheid, Prof. Dr. Hans-Willi Kling, und der 1. Vorsitzende des JGV Bergisch Land e. V., Ralf Feick, hoben daher in ihren Grußworten den Zweck einer VSwP/VFSP hervor.

Vorabendprogramm am 21. 8. 2026
Die traditionelle Hubertusmesse hielt in diesem Jahr Pater Francis Antony, begleitet von den Jagdhornbläsern Kürten. Den Vortrag hielt in diesem Jahr Dr. Luisa Fischer, Leiterin der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildtiermanagement NRW, zur aktuellen Lage der ASP in NRW; er fand großen Beifall im Festsaal des Schlosshotels Gimborn. Mit einem gemütlichen Beisammensein und Abendessen der Prüfungsteilnehmer, Helfer, Gäste und aller an der Arbeit auf der roten Fährte interessierten Jagdhundefreunde klang der Abend aus.
Zusammenstellung der Richtergruppen
Gruppe I, Obmann Franz Schubert – Richter Elmar Jürgens und Ralf Feick
Gruppe II, Obmann Andreas Becker – Richterinnen Susanne Schnepper, Steffi Lobscheid und Inga Gottwald
Gruppe III, Obmann Bernd Sommerhäuser – Richterinnen Gina Knoch und Dr. Sabine Wozny
Der Prüfungstag am 22. 8. 2026
Nach eingehender Richterbesprechung und der Erledigung der von der Prüfungsordnung vorgesehenen Regularien begrüßte Prüfungsleiter und 1. Vorsitzender der Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß, Michael Knitter, mit den Jagdhornbläsern vor dem Schlosshotel alle Teilnehmer und Gäste. Anschließend erfolgte mit den drei zusammengestellten Gruppen die Abfahrt in die Reviere, um dort die mit Rehwildschweiß getupften bzw. die mit Schwarzwildläufen getretenen Fährten zu arbeiten.
Nach der Prüfung erfolgten die Abfassung der Obleuteberichte, die Richterbesprechung sowie die Auszahlung der Richtergelder. Im Anschluss wurde zur Bergischen Kaffeetafel geladen, und es erfolgte die Preisverteilung.
Prüfungsergebnisse
Am Morgen hatte es noch kräftig geregnet, sodass wohl noch viel Wild unterwegs war – aber das Wetter kann man sich bei Prüfungen schließlich nicht aussuchen. In diesem Jahr waren die Ergebnisse nicht so erfreulich, denn 8 Gespanne hatten eine Fehlsuche und ein Gespann hat mit Sw III bestanden (Erfolgsquote im Vergleich: 2024 = 100 %, 2025 = 66,67 % und 2026 = 12,5 %). Es lag wohl daran, dass Verleitfährten und Nervosität den Führern zum Verhängnis wurden.
Prüfungssieger wurde der KLM-Rüde Oli vom Weiher mit Führer Wolfgang Tüxsen mit einem Sw II auf der 20-Stunden-Fährte. Der Hundeführer erhielt den Wanderpreis (PUMA-Ehren-Saufeder) sowie weitere Preise als bester Hund der Prüfung.

Ausklang
Mit dem Verblasen der Strecke durch die Jagdhornbläser Kürten und den Schlussworten von Michael Knitter fand die Prüfung ihren Ausklang. Besondere Dankesworte wurden den Revierinhabern, allen Helferinnen und Helfern, den Richterinnen und Richtern, den Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern sowie den Hundeführern ausgesprochen.
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Joachim Orbach

Seit 1968 führt Joachim Orbach Jagdhunde (Erd – u. Vorstehhunde). Im gleichen Jahr meldete er auch seinen Zwinger für die Teckelzucht an. Einige Jahre später führte er dann auch Deutsch Drahthaar und Kleine Münsterländer. Ab 1983 begann er damit Artikel für Jagdzeitungen, Mitteilungsblätter des JGHV und Zuchtvereine sowie Jagdblogs zu schreiben. Eine Liste seiner Veröffentlichungen findet sich auf www.jagfibel.de (Suchbegriff Joachim Orbach eingeben). Auch ist er für die Redaktion der Jagdfibel (s. Impressum), Pressesprecher der Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß sowie für den JGV Oberbergischer Jäger e.V. tätig. Er ist Mitglied im Forum lebendige Jagdkultur sowie Zucht – und Prüfungsvereinen für Jagdhunde.
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