Gudmundur Danielsson (*1910; † 1990) war viele Jahre Lehrer, zunächst in Reykjavik, dann in Eyrarbakki an der Küste. Über Studienaufenthalte in Nordamerika und in Europa veröffentlichte er Reisebeschreibungen. 1953 bis 1973 war er Redakteur der Zeitung „Sudurland“ (Südland). Er verfaßte zahlreiche sehr realistische und populäre Romane und Erzählungen, in denen er vor allem das ländliche…
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„Was willst’n da schreiben?“ Mit Christoph Scheuring in Dänemark
von Christoph Schwennicke Manchmal fragt man sich: Muss das sein? Es ist halb fünf morgens, der Wecker piept hässlich digital vor sich hin, der Magen rebelliert gegen diese frühe Störung, Sodbrennen, Müdigkeit, Benommenheit und Verwirrung: Wie, was, wieso? Ach so, ja, Scheuring, Dänemark, die Meerforellen. Beim schwarzen Kaffee frage ich mich ernsthaft, was das soll….
Der 40. Grund zu angeln? Weil es ein Leben lang glücklich macht!
von Moritz Rott Angeln macht definitiv glücklich, ich muss es schließlich wissen. Warum das so ist, kann ich selbst nicht genau beschreiben, man muss es erlebt haben. Vielleicht ist es das pure Naturerlebnis, vielleicht der Erfolg in Form von Beute, vielleicht die Ruhe gepaart mit Spannung. Ich glaube, es ist die Mischung all dieser Dinge,…
Götterdämmerung
Helmut H. Schulz ist 1931 in Berlin geboren und ist hier auch aufgewachsen. Seit 1974 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Seine Romane und Erzählungen wurden seinerzeit in der DDR viel gelesen, der Familienroman „Dame in Weiß“ war so etwas wie ein Beststeller. Schulz kennt und liebt die märkischen und mecklenburgischen Seenlandschaften seit seiner…
Ode an die Forelle
von Francis Mallmann Die Kindheitserinnerungen bilden eine Basis für das Leben und schlummern in unseren Kopfkissen. Jeder Erwachsene wird im Laufe seiner Geschichte immer wieder in ihnen wühlen; und wenn diese Erinnerungen seine Seele geprägt haben, wird er für immer Kind bleiben. Da ich meine Kindheit in Bariloche verbracht habe, konnte ich die Leidenschaft der…
„Mit den Fischen ist es wie mit den Pilzen“
von Christoph Schwennicke Die Leute glauben, wir angeln, um Fische zu fangen. Ach, die Leute. Sie verstehen uns nicht. Was verstehen sie schon. Ich jedenfalls will keine Fische fangen. Man stellt sich nicht stundenlang an einen Fluss, man übernachtet nicht tagelang an einem Weiher, man kämpft nicht einen endlosen Tag auf See gegen den Brechreiz,…
Isländischer verrotteter Hai – Kæstur Hákarl
Stolz präsentiere ich hiermit zwei außergewöhnliche Texte: Zuerst die Beschreibung einer bizarren isländischen Delikatesse: der legendäre Gammelhai. Eigentlich nur verlockend für ausgehungerte Schlittenhunde oder bekiffte Kreuzberger Studenten. Geschrieben von einem der berühmtesten Köche Schwedens, der in seinem Restaurant Fäviken am nördlichen Ende Europas fast nur das auftischt, was in der unmittelbaren Umgebung geerntet, gejagt oder…
Das grosse Buch der Meeresfrüchte
Buchvorstellung Meeresfrüchte faszinieren mich spätestens seitdem „Im Garten eines Kraken“ von der Sesamstraße mein erstes Lieblingslied war. Schon allein der Name Meeresfrüchte steht für seltsame Unterwasserwesen, die in nichts an die Tiere erinnern, die wir von der trockenen Oberfläche dieses Erdenknödels kennen. Die meisten dieser Kreaturen sehen noch nicht einmal aus, als ob sie vom selben Planeten…
Über das Fischen und das Dichten
von Manfred Mixner Mitte der fünfziger Jahre, in meiner Grundschulzeit, verbrachte ich die Sommerferien bei Verwandten am Ossiachersee in Kärnten. Einen Onkel gab es dort, groß und kräftig, freundlich und temperamentvoll, der hat mir in jener Zeit das Angeln beigebracht. Er ruderte jede Woche einmal nachts mit einem Nachbarn auf den See hinaus, um Hechte…