@vomWaldindenMund: Parasol-Schnitzel in Haselnuss-Panade

von @vomWaldindenMund

Heute gab es veganes Essen… oder mit anderen Worten: die Jagd war nicht erfolgreich ­čÖł

Parasol-Schnitzel in einer Haselnuss-Leinsamenmehl Panade mit Muskat, auf schwarzen Bohnen mit Zwiebeln, Knoblauch, reichlich Chili, Ingwer, Kurkuma, Erdnussbutter und Sake.

REZEPT

Am Vorabend schwarze Bohnen in kaltem Wasser einweichen.

Reichlich gehackte Zwiebeln in Sesam├Âl and├╝nsten. Zerkleinerte Chili, Knoblauch, Ingwer und Kurkuma zugeben und bald darauf mit Sake abl├Âschen (mit allen Zutaten nicht zur├╝ckhaltend sein; die Bohnen nehmen reichlich Geschmack auf!). 

Dann das Bohnenwasser absch├╝tten und die Bohnen in die Pfanne geben. Mit Br├╝he aufgie├čen bis die Bohnen ganz knapp bedeckt sind. Deckel drauf und eine Stunde k├Âcheln lassen.

Dann etwas Erdnussbutter zugeben und abschmecken. Ohne Deckel eink├Âcheln lassen bis alles auf den Teller kann.

Die Parasol Schnitzel sind gleich fertig:

Die feinen Pilzkappen vom z├Ąhen Stil trennen. Die H├╝te in einer Mischung aus verquirltem Ei, einem Schluck Sahne, etwas Salz und reichlich Muskat wenden. Dann in einer Mischung aus Leinsamenmehl und gemahlenen Haseln├╝ssen (1:1) panieren und im Sesam├Âl ca. 10min von beiden Seiten knusprig braten.

#j├Ągerundsammler 

*

Vorstellung von Dr. Janine Brunner

Als Tier├Ąrztin bleiben einem ern├Ąhrungstechnisch drei Optionen, wenn man mit sich selbst im reinen sein m├Âchte: entweder vegan zu leben, selbst Nutzvieh zu halten und zu Hause zu schlachten oder jagen zu gehen. F├╝r alle anderen Wege wei├č man durch das Tiermedizinstudium schlichtweg zu gut Bescheid.

Ich habe mich vor vielen Jahren f├╝r den dritten dieser Wege entschieden. Einmal wach ger├╝ttelt wie Lebensmittel im gro├čen Stil produziert werden, zieht sich das Thema schnell durchs ganze Leben: nach der Jagd kam der Gem├╝segarten. Es folgten Obstb├Ąume, Beerenstr├Ąucher, dann ein jagender Imker und seine Bienen. Fehlt nur noch eine Kuh ­čśë

So kam es, dass die Nahrungsmittelbeschaffung, Verarbeitung und Zubereitung mittlerweile einen gro├čen Teil unserer Zeit in Anspruch nimmt.

Dieses Jahr haben wir als @vomWaldindenMund begonnen auf Facebook und Instagram ├╝ber die Jagd, die Arbeit unserer Jagdhunde, die Honigbienen, die Natur um uns herum, aber vor allem ├╝ber gutes Essen zu berichten.

Wir genie├čen das Gl├╝ck in den gro├čen Spessart-W├Ąldern jagen zu d├╝rfen, haben dort einen Pirschbezirk wo sich Sauen und Rotwild an den Suhlen die Klinke in die Hand geben. Manchmal passen gar nicht alle Sauen einer Rotte auf die Bilder der Wildkamera, so viele m├Âchten gerne aufs Foto.

Nur leider hat das Wild scheinbar ein ausgekl├╝geltes J├Ąger-Fr├╝hwarnsystem, so dass wir die allermeiste Zeit vergebens im Wald sitzen und den B├Ąumen beim Wachsen zu sehen.

Um nicht ganz ohne Beute heimgehen zu m├╝ssen, suche ich nach frustrierenden Ansitzen Pilze. Daraus wurde eine kleine Sucht, so dass ich nicht mehr im Hellen auf Wild pirschen kann, ohne den Blick st├Ąndig am Waldboden haften zu haben, anstatt in der Ferne nach Reh, Sau und Hirsch Ausschau zu halten. Vermutlich wird mein Blick von einem inneren Realismus gelenkt: es ist viel wahrscheinlicher ausreichend essbare Pilze im Wald zu finden, als eine passende, erlegbare vierbeinige Beute.

***

Anmerkungen

Von KRAUTJUNKER existiert eine Facebook-Gruppe.

https://www.facebook.com/VomWaldInDenMund/

https://www.instagram.com/vomwaldindenmund/

Text und Fotos:  Dr. Janine Brunner

Lektorat und alle Fehler: KRAUTJUNKER-Blog

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