von Dirk Sennekamp Ein Jäger sprach zu seiner Frau:„Ich geh hinaus und schau genau,ob ich kann schießen noch ein Schwein,was passt in unseren Ofen rein!“ Es ist Advent in diesen Tagen,und deshalb knurrt uns jetzt der Magen,„Auch Has und Reh würd ich wohl mögen,wenn sie an mir vorbei herzögen!“ „Das Rot- und Damwild würd ich…
Schlagwort: Jagdblog
Berliner Luft
von Florian Asche Die Erlaubnis zum ständigen Führen einer Kurzwaffe, also ein Waffenschein, ist in Deutschland kaum noch zu bekommen. In den verschlafenen Zeiten der frühen Bundesrepublik konnte nahezu jeder Automatenaufsteller sein Hartgeld mit eigener Waffe abholen, um sich gegen Dunkelmänner zu wehren. Doch das allerorts verkündete Sicherheitsbedürfnis der Allgemeinheit lässt solchen Wildwuchs nicht mehr…
Zeit der Scharlatane
von Florian Asche Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Landarzt. Tagaus tagein fahren Sie zu Ihren Patienten, messen Puls, verschreiben Medikamente, hören sich die kleinen und großen Sorgen an. Das läuft auch recht gut, meistens werden die Leute wieder gesund und wenn alles nichts hilft, dann gibt es auch noch das Krankenhaus in der…
Mohammed
von Florian Asche Jedes Jahr im November wird uns bewusst, dass die jagdliche Tradition innerhalb Europas eng mit dem Christentum verbunden ist. Auch diejenigen von uns, die es sonst mit dem Grundsatz halten „Berge von unten, Kirchen von außen, Kneipen von innen“, sitzen am 3. November gern einmal in einer Hubertusmesse. Lichterglanz und Hörnerklang, vielleicht…
Baron Münchhausen auf der Jagd
»Nach meinem Kriegsdienst kehrte ich in die Heimat zurück, nach Bodenwerder, im Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Ich nahm mir eine Frau, wurde Gutsherr und ging meiner Leidenschaft nach: dem Jagen. Da ich nichts anderes kannte als das Schießen und Töten, wollte ich meine Kunst immerhin noch den Tieren angedeihen lassen. Ein Mensch kann eben nicht aus seiner…
Glaube und Jagd
von Harald Schweim Unter Gläubigen, Christen, Juden und Muslimen und auch vielen Atheisten herrscht die Einsicht vor, dass die Natur – und damit für Gläubige die Schöpfung – dem Prinzip des Fressens und Gefressen-werdens folgt. Solche Weltsicht haben die Weltreligionen gemeinsam, Christen- und Judentum und auch der Islam. Die Behauptung, dass das Gebot „Du sollst…
Das Fichtensterben und die heimischen Waldameisen
von Werner Ebach Bedingt durch den Klimawandel haben insbesondere die Fichtenbestände gelitten. Deutschlandweit galt die schnellwüchsige Fichte (Picea abies) lange als lukrativer Brotbaum der Forstwirtschaft, weswegen sie auch in Regionen angepflanzt, in denen sie von Natur aus nicht vorkam. Ursprünglich ein Bewohner vor allem höherer Lagen unserer Mittel- und Hochgebirge, wo es feuchter und kühler…
Der Jagdgebrauchshundverband e.V. (JGHV)
von Joachim Orbach Der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) mit seinen über 320 Mitgliedsvereinen und – verbänden hat über 180.000 Mitglieder und ist die Dachorganisation der Jagdgebrauchshunde-, Prüfungs- und Zuchtvereine sowie der Landesjagdverbände und ihrer Gliederung in Deutschland. Damit ist der JGHV eine weltweit nahezu einmalige und vorbildliche Institution. In ihm sind insbesondere die Zuchtvereine und Zuchtverbände vereint, deren Rassen in…
Cockerdämmerung – oder wie ich lernte den kleinen Hund zu lieben.
von Christian H. Fuhrmann „Einen Cocker? Ich dachte an einen Jagdhund?“ Zu mehr Widerstand fühlte ich mich nicht fähig. Ausgelaugt von einer langen Dienstreise hatte mich meine Frau vom Flughafen abgeholt. Meine jagdliche Welt war klar strukturiert, deutsche Vorsteher waren Allrounder, britische Vorsteher für Menschen mit Tweed und Range Rover, Dackel und Terrier Bauhunde. In…
Prärie-Indianer
von Harald Schweim Der Mensch hat schon seit der Steinzeit (ca. 36.000 – 19.000 v. Chr.) büffelähnliche Tiere bejagt, wie Bilder in der Höhle von Lascoux zeigen. Der Mensch erreichte den amerikanischen Kontinent im Verlauf des ausgehenden Pleistozäns, die ältesten Hinweise sind wenigstens 13.000 Jahre alt. Im Zuge ihrer Expansion trafen die Paläoindianer vor allem…
Masse oder Klasse? Haben wir ein jagdliches Fachkräfteproblem?
von Florian Asche „Sag mal, mein Lieber, hast Du denn überhaupt kein Fernglas dabei?“. Kopfschüttelnd steht die Jagdherrin vor ihrem jungen Gast. Vor 23 Jahren hat Marion das Hochwildrevier in der Müritz mit ihrem Mann zusammen gepachtet. Für beide war es das Paradies einer gemeinsamen Passion. Nach dem Tod ihrer weit schlechteren Hälfte kümmert sich…
Die Eulen des östlichen Eises
Buchvorstellung von Werner Berens Vorbemerkungen So heißt das Buch bzw. die Übersetzung aus dem Englischen, erschienen als Buch bei Matthes & Seitz Berlin. Der Autor, Jonathan C.Slaght, berichtet, beschreibt, erzählt darin auf 295 eng beschriebenen Seiten in 3 Teilen und insgesamt 33 Kapiteln von seinen Forschungen über den Riesenfischuhu an der östlichen Küste Russlands nördlich…