Fisch in Zeitungspapier gegrillt

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Rezeptvorstellung von Daniel Schoch

Bildquelle: KRAUTJUNKER

Ich kam einfach nicht dazu, einen Fisch zu fangen, und so habe ich nun beim Fischhändler meines Vertrauens zwei Wolfsbarsche gekauft.

Bildquelle: Daniel Schoch

Bisher habe ich meine Fische immer direkt über der Glut gegrillt und war damit nie unzufrieden. Aber das Garen im Zeitungspapier ist eine feine Sache.

Bildquelle: Daniel Schoch

Der Fisch wirkt eher gedünstet, als gegrillt. Mangels Dill wanderten einige Petersilienzweige in die Bäuche, die Zitrone stammte noch aus eigener Ernte. Als nach etwa 25 Minuten die Zeitung zu brennen begann, packte ich den ersten Barsch aus und dachte zuerst, er sei noch roh, denn sein Äußere wirkte fast völlig unversehrt. Die Rückenflosse ließ sich jedoch leicht und trocken ziehen, und so wurde serviert. Die Tiere waren durchweg gar und wunderbar saftig, der Geschmack frisch und intensiv. Die Kartoffeln, die Herr Sämmer übrigens nicht in Alufolie, sondern in Salzteig in die Glut gibt, rundeten mit einem Pflücksalat die Mahlzeit herrlich ab.

Bildquelle: Daniel Schoch

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Daniel Schoch

Daniel Schoch ist Jäger, Angler, Imker, Geflügelhalter, Selbstversorger, Schreiner und Spinner. Seine Wurzeln liegen in der sonnigen Pfalz, zwischen Rhein und Reben. Nach einem mehrjährigen Ausflug ins schöne Portugal, zog er vor neun Jahren wieder in die alte Heimat. Seitdem isst er die Wälder und Flüsse des Mittelrheingrabens etwas leerer.
Er liebt und lebt für gutes Essen, gute Getränke, für die Jagd und für den Punkrock.

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Fischen

von Markus Sämmer

Meinen ersten Fisch, einen kleinen Barsch, habe ich im Alter von vier Jahren gefangen. Damals noch mit einer kleinen Handangel, einem Stück Schnur, das auf einen Korken gewickelt war, und einem Wurm am haken. Bis heute bin ich ein passionierter Angler, meine Fische fange ich mittlerweile fast ausschließlich mit Kunstködern und zum reinen Eigenverzehr.

Bildquelle: © DK Verlag/ Vivi D’Angelo

Süßwasserfisch aus nachhaltigem Fang ist eine hervorragende Alternative zu den oft stark überfischten, teils gefährdeten Beständen der Meeresfische. Auch sie nicht ganz mit dem gleichen, hohen Maß an Omega-3-Fettsäuren und Jod wie ihre Verwandten aus dem Meer aufwarten können, sind Süßwasserfische eine wertvolle und äußerst aromareiche Ergänzung unserer Ernährung. Keine oder nur sehr kurze Transportwege des regionalen Binnenfischs sind natürlich ein weiteres, klares Plus für alle unter uns, die nicht direkt an einer Meeresküste wohnen.
[gekürzter Text]

Fisch in Zeitungspapier gegrillt

4 Personen
15 Minuten Zubereitung
20 – 25 Minuten Grillzeit

4 fangfrische Fische
[küchenfertig, etwa
Forelle, Saibling, Renke]
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1 Bio Zitrone
4 Stängel Dill
4 Knoblauchzehen
25 g Butter
4 große Bögen
Zeitungspapier

Den Grill rechtzeitig auf direkte Hitze vorheizen. Dafür die Grillkohle anzünden und durchglühen lassen. Anschließend flach auf der gesamten Fläche verteilen.

Bildquelle: © DK Verlag/ Vivi D’Angelo

Die Fische waschen, trocken tupfen und außen salzen und pfeffern. Die Zitrone waschen, abtrocknen und in Scheiben schneiden. Den Dill waschen und trocken tupfen. Den Knoblauch schälen und jede Zehe mit dem Küchenmesser andrücken.

Jeden Fisch mit Zitronenscheiben, Dill, Knoblauch und etwas Butter füllen und erst in einen Bogen Backpapier wickeln. Dann je einen Bogen Zeitungspapier in Wasser anfeuchten und jeweils einen vorbereiteten Fisch darin einwickeln.

Die Fische auf dem Grill nebeneinander bei geschlossenem Deckel 20 – 25 Minuten grillen. Anschließend auswickeln und genießen.

Bildquelle: © DK Verlag/ Vivi D’Angelo

Tipp: Keine Angst, die Zeitung verkohlt außen, bildet aber einen natürlichen Schutz für die Fische. Und das Backpapier schützt den Fisch vor der Druckerschwärze. Alternativ könnt ihr auch reichlich Wildkräuter zupfen und den Fisch darin „einpacken“, bevor ihr ihn mit Zeitung umwickelt. Die Kräuter anschließend nicht mitessen. Die Methode ist auch fürs Lagerfeuer perfekt: Dann nehmt ihr bitte jeweils zwei Lagen angefeuchtetes Zeitungspapier, da die Hitze stärker ist. Am Rand des Lagerfeuers eine Kuhle formen, sodass die Fische nahe an der Glut, aber nicht direkt in der Glut liegen, und garen.

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Anmerkungen

Von KRAUTJUNKER gibt es eine Facebook-Gruppe und Outdoor-Becher aus Emaille. Kontaktmail für Anfragen siehe Impressum.

Titel: The Great Outdoors – Hello Nature: Kulinarische Abenteuer vor deiner Haustür – vom Gemüsegarten bis zum eigenen Bienenvolk. Mit 85 grandiosen Rezepten

Autor: Markus Sämmer

Foodfotografie: Vivi D’Angelo

Foodstyling: Antje de Vries

Innengestaltung, Covergestaltung, Typografie, Realisation: Tine Defaux, Medienagentin

Lifestyle- und Outdoorfotografie: Steffen Schulte Lippern, Studio Steve und Anne Sämmer

Illustrationen: Franziska Schatz

Verlag: Dorling Kindersley Verlag

Verlagslink: https://www.dorlingkindersley.de/buch/markus-saemmer-the-great-outdoors-hello-nature-9783831041428

ISBN 978-3-8310-4142-8

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Buchvorstellung: https://krautjunker.com/2021/05/16/the-great-outdoors-hello-nature-kulinarische-abenteuer-vor-deiner-haustur-vom-gemusegarten-bis-zum-eigenen-bienenvolk-mit-85-grandiosen-rezepten/

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