Bärenbraten

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Der legendäre Polarforscher Adolf Erik Freiherr von Nordenskiöld (* 1832; † 1901) zeigte einer Dame aus der besten Gesellschaft das Eisbärenfell vor seinem Kamin. „Das war mein schwerster Kampf“, sagte er. „Es ging ums Leben – er oder ich!“ Daraufhin die Dame erschaudernd: „Wenn man sich vorstellt, dass sonst sie hier lägen…“

Für diejenigen unter meinen Lesern, die einmal in die Situation kommen, einen Bären zu erlegen, präsentiere ich hier ein Rezept. Schließlich gebietet es der Respekt vor dem edlen Tier, das Fleisch zumindest nicht ausschließlich an die Hunde zu verfüttern. Wie unsere steinzeitlichen Ahnen wussten, gehen Kraft und Mut des verspeisten Gegners auf einen selbst über, weswegen schon im Paläolithikum Bären verzehrt wurden. Wer will seine Hand dafür ins Feuer legen, dass unsere Spezies die Eiszeit ohne Bärenbraten überlebt hätte?

 

Rezept
Bärenbraten vom Hinterviertel oder Rücken

Essig

Milch

Saure Sahne

Pfeffer und Salz

 

Laut alten Quellen sollen das Hinterviertel und der Rücken eines jungen Bären das beste Fleisch sein.

Je nach Alter des Tieres muss das Fleisch erst 1 oder mehrere Tage in einer Beize aus Essig, nach noch 1 Tag in Milch liegen, bevor man es braten kann.

Das so vorbereitete Fleisch trocken tupfen, mit Salz einreiben und mit etwas Wasser in einen Bräter setzen.

Bei etwa 180°C 3 bis 4 Stunden braten. Während dieser Zeit immer wieder mit dem Bratensaft übergießen.

Für die Sauce den Bratensaft entfetten, mit saurer Sahne verrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

 

Anmerkung

Besten Dank an den VERLAG GEBRÜDER KORNMAYER für die Erteilung des Copyrights. Der Titel des Buches sollte jedem Leser klar machen, dass es sich hierbei um kein normales Kochbuch handelt, sondern um eine Sammlung der – aus Sicht eines zeitgenössischen Mitteleuropäers – seltsamsten Rezepte der Welt. Weder der Autor dieses Buches noch der Blogger dieser Seite haben jemals einen Bären gegessen oder rufen dazu auf. Dieser Beitrag ist daher nicht ganz ernst gemeint.

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Titel: DAS KULINARISCHE NECRONOMICON

Autor: Evert Kornmayer

Verlag: Verlag Kornmayer

ISBN-13: 978-3942051361

Verlagslink: http://kornmayer-verlag.de/kulinarische-necronomicon-p-10.html

Meine Buchrezension: https://krautjunker.com/2016/06/16/das-kulinarische-necronomicon-die-etwas-andere-rezeptsammlung/

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