Bäume in Küche und Heilkunde

Buchvorstellung

Bäume können ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Ein liebenswürdiger deutsch-russischer Bauingenieur, mit dem an Bauvorhaben zu arbeiten ich das große Vergnügen hatte, bezeichnete sie mir gegenüber bei Planungen als „das grüne Zeug“, was so ziemlich die gesamte lokale Botanik beinhaltete. Hingegen behauptete ein Freund als junger Erwachsener in seinem grünen Idealismus, Bäume seien wertvoller als Menschen. Das wären die Extreme.

In einem Land ohne eine halbwegs flächendeckende Vegetationsdichte an Bäumen könnte ich nicht leben, was wohl, quer durch das ganze Milieu- und Parteienspektrum, typisch deutsch ist. Dementsprechend herrschte vor 35 Jahren in Deutschland Weltuntergangsstimmung, als das Waldsterben propagiert wurde. Ein Phänomen, welches glücklicherweise nur in den Köpfen von Politikern und Journalisten stattfand (siehe: http://www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben/komplettansicht).

Aufmerksam geworden, durch die wohlwollende Vorstellung des gestrengen Gourmet-Kritikers Jürgen Dollase (siehe: http://www.eat-drink-think.de/im-gruenen-himmel-drei-hervorragende-buecher-um-endlich-mit-der-natur-kochen-zu-koennen/) stieß ich auf das Buch Bäume in Küche und Heilkunde von Karin Greiner. Hinter einem etwas betulichen Umschlagbild, welches an ein Bio-Buch aus dem Schulunterricht erinnert, vermittelt die auch aus dem Bayerischen Rundfunk bekannte Biolgin ihr enormes Wissen. So stellt sie unter gastronomischen und naturheilkundlichen Aspekten 24 Laubbäume sowie vier Nadelbäume vor. Nach einer botanischen Einführung erfährt der Leser wie die Bäume von der Rinde, über die Blüte bis hin zu den Früchten genutzt werden können.

Was das Buch auch von vielen anderen Heilpflanzen-Nachschlagewerken unterscheidet ist, dass in der Einleitung zu dem jeweiligen Baum auch auf kulturgeschichtliche Aspekte eingegangen wird. Welche Bedeutung hatte der Baum in der Mythologie der Germanen, wozu benutzte man die Rinde im Mittelalter und woraus leitet sich jenes Sprichwort ab.

Das Buch eröffnet dem Leser die Chance, in der Natur zu jeder Jahreszeit Bestandteile für Delikatessen oder Medizin zu sammeln und dabei theoretisches Wissen mit praktischen Kenntnissen zu verbinden. Und wer liebt es nicht, nach einer anstrengenden Exkursion die Schätze des Waldes in der Küche zu Leckereien zu verarbeiten und sich damit rechtschaffen zu belohnen?

Wer jetzt neugierig geworden ist, werfe bitte einen Blick in die Leseproben, zu denen Links in den Anmerkungen unter dieser Buchvorstellung verweisen.

 

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Bäume in Küche und Heilkunde

 Titel: Bäume in Küche und Heilkunde

Autorin: Karin Greiner 

Fotografin: Martina Weise

Verlag: AT Verlag

Verlagslink: https://www.at-verlag.ch/buch/978-3-03800-910-8/Karin_Greiner_Baeume_in_Kueche_und_Heilkunde.html

ISBN: 978-3-03800-910-8

Leseproben:
https://krautjunker.com/2017/07/23/die-esche-in-kueche-und-heilkunde/
https://krautjunker.com/2017/08/24/die-eiche-in-kueche-und-heilkunde/

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Website der Autorin: https://www.pflanzenlust.de/

Buchvorstellung im Fernsehen: https://www.br.de/mediathek/video/blaetter-sprossen-nadeln-baeume-in-kueche-und-heilkunde-av:58ff4657e9f2b30012f31ddf

Bericht über Vortrag von Karin Greiner: https://www.myheimat.de/rain/natur/baeume-in-kueche-und-heilkunde-vortrag-von-karin-greiner-in-rain-d2838896.html

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