Die Irren mit dem Messer: Mein Leben in der Haute Cuisine

Buchvorstellung Am 3. Juni fragte Beate Astrid Fischer in der Facebookgruppe des KRAUTJUNKERs nach frischem Lesestoff. Wie viele andere steuerte auch ich Empfehlungen bei: Der Geschmack von Laub und Erde und Der Mönch von Mokka; außerdem las ich gerade zum dritten Mal seit 2011 begeistert Hitze von Bill Buford. Um meinen kleinen Gastro‑Küchen‑Exkurs abzurunden, legte…

Von Generation zu Generation – Südtiroler Bauernküche: Die besten traditionellen Rezepte + Rezept Kaspressknödel

Buchvorstellung von André Brüggemann Von früheren Reisen nach Südtirol (und auch in andere Länder) haben bereits zahlreiche Kochbücher mit mir die gemeinsame Heimreise angetreten. Besonders erfreut war ich daher, für eine Rezension ein neues Kochbuch erhalten zu haben: Von Generation zu Generation – Südtiroler Bauernküche. Die Freude war groß, weniger weil die eigene Bibliothek um…

Kulinarische Kalendergeschichten: 21. Juni – Des Generals Filet

von Christiane Wilms Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie hätten es zu Lebzeiten zu Ruhm und Ehre gebracht oder wären auf irgendeine Art populär geworden. Was sollte man nach Ihrem Tode nach Ihnen benennen, um Sie zu würdigen? Eine duftende Rosenart oder ein Stück Rinderfilet? Die Rose wäre mir sympathischer, obwohl – wenn ich…

Kleine Köder, große Schiffe, Teil 2: Partygarnelen und träge Platten

von Thomas Raak Nachdem die Mole besichtigt und Angelstellen ausgemacht waren, ging es zurück zur Ferienwohnung, Angel und Köder holen. Da es im letzten Jahr, in einem kleinen Hafen an der Schleimündung (siehe: https://krautjunker.com/2025/06/13/angeln-in-kappeln-an-der-schlei-oder-mannerurlaub-mit-uberraschungen/), recht erfolgreich verlief, wollten wir auch hier, im Rostocker Ortsteil Warnemünde, mit dem Dropshot-Rig angeln und schauen, was beißt. So griffen wir…

Rehrücken mit Steinpilzen aus dem Dutch Oven

Puristen raten vehement davon ab, einen edlen Rehrücken im Dutch Oven zuzubereiten. Geht es nach der strikten englischen Schule – die in den Jagd- und BBQ-Blogs von Übersee bis auf die britischen Inseln das absolute Dogma vorgibt –, gehört dieses magere Stück Wild ausschließlich auf den Grill, wie bei Rehrücken auf dem Knochen gegrillt. Die…

MAIPILZliebe oder nicht & Maipilzsuppe

von Gerhard Schuster und Christine Schneider Maipilze heißen auch Mairitterlinge oder Georgsritterlinge, da sie oft um den Heiligen Georg (23. April) erscheinen. Sie haben einen intensiven und eigentümlichen Geschmack, der in Richtung mehlig und gurkenähnlich beschrieben wird. Seine Popularität ist schnell erklärt: Er wird geliebt oder gehasst. Zum Glück riechen Maipilze genauso wie sie schmecken….

Kulinarische Kalendergeschichten: 1. Mai – Haydnische Essensgelüste

von Christine Piswanger-Richter Wir schreiben den 1. Mai 1761. Dieser Tag sollte die Lebensumstände des damals 29 Jahre alten Komponisten Joseph Haydn signifikant verändern. Denn er unterschrieb einen Vertrag, der ihm eine lukrative Anstellung bei Fürst Esterházy einbrachte. Haydn hatte elf Geschwister, der Vater war Marktrichter in Rohrau, seine Mutter arbeitete auf einem Gut. Wahrscheinlich…

Überbackene Austern vom Grill à la New Orleans

Puristen der Alten Welt rümpfen beim Gedanken an überbackene Austern gerne die Nase. Für sie zählt nur das rohe Vergnügen: die luxuriöse Cremigkeit und das eisige, salzige Aroma des Ozeans in seiner reinsten Form. Doch viele Menschen zögern vor der ‚Grenzüberschreitung‘, ein lebendes Tier zu schlürfen und zu zerkauen – selbst wenn dieses weder über…

Spontanes Bärenmanagement am Yukon: Von der Mülltonnen-Randale zu Käse-Makkaroni

von Luisa Das Scheppern eines Randalierers an den Mülltonnen, ist kein willkommenes Geräusch, wenn man so zweisam in der Waldeinsamkeit lebt. Ein Eichhörnchen, das beim Turnen etwas umgestoßen hat? Die folgenden Geräusche belehren mich eines Besseren: Das ist kein Nagetier – nicht einmal ein fettleibiges. Da draußen ist etwas Großes ohne Tischmanieren zugange, und es…

Kulinarische Kalendergeschichten: 26. März – Ein kulinarischer Visionär

von Andrea Strobl Im Jahr 1785 kommt ein interessanter Mann nach Bayern, dem die Nachwelt so einiges zu verdanken hat. Da wären zunächst einmal die Münchner, die sich über ihren englischen Garten freuen düfen, den er anlegen ließ. Auf ihn geht auch der breit angelegte Anbau der Kartoffel zurück. Vor allem gebührt ihm jedoch Dank,…